
(Analyse DE vs. AT auf Grundlage D21-Digital-Index 2025 – Quelle am Ende des Textes)
Heute gibt es eine kleine Sonderausgabe meines Newsletters zum Thema Digitale Basiskompetenzen. Die neue Vergleichsstudie „Österreich und Deutschland im D21-Digital-Index“ zeigt deutliche Unterschiede im Umgang mit Digitalisierung und bringt überraschende Erkenntnisse für die Ausbildung und die Zusammenarbeit mit jungen Menschen.
Und genau das betrifft alle, die:
ausbilden
ein Team führen
Fachkräfte entwickeln
Recruiting betreiben
junge Zielgruppen erreichen möchten.
Kernerkenntnis: Digital = nicht automatisch kompetent
Besonders spannend: nur weil Menschen digitale Medien selbstverständlich nutzen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie digitale Risiken, Fakten oder Zusammenhänge beurteilen können.
Die größten Kompetenzlücken liegen nicht in Office-Kenntnissen, sondern bei:
- Quellenbewertung
- Umgang mit KI
- Erkennen von Fake-Inhalten
- Cyber-Risiken
- Urheberrecht
- digitale Sicherheit
- Datenschutz und Cloud
Das gilt vor allem für junge Menschen.
➡️ „digital unterwegs“ ≠ „digital kompetent“
Deutschland vs. Österreich – die wichtigsten Unterschiede
Österreich:
höheres Kompetenzniveau
höherer Digital-Index
höhere Lernaktivität
ältere Generation erstaunlich digital
Deutschland:
schlechtere digitale Grundkompetenzen
weniger Weiterbildungsaktivität
digitale Ungleichheit besonders groß
weniger Resilienz bei Veränderung
22 % der Deutschen haben sich im letzten Jahr kein digitales Wissen angeeignet (Österreich nur 13 %).
Was bedeutet das für Ausbildung, Unternehmen und Fachkräfte?
Wir müssen digitale Basis Skills heute als Teil der beruflichen Grundbildung verstehen.
Dazu gehören:
- digitale Zusammenarbeit
- kritisches Denken online
- KI-Kompetenzen
- Medienkompetenz
- Datenkompetenz
- digitale Sicherheit
- Urheberrecht
- Cyber-Awareness
In Österreich hat man das bereits stärker verankert.
Ausbildung in Deutschland muss digitaler werden
Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr:
„Welche Tools müssen Auszubildende lernen?“
Sondern:
„Wie befähigen wir junge Menschen, digitale Inhalte sicher und verantwortungsvoll zu bewerten?“
Das ist ein klarer Bildungsauftrag.
Für Fach- & Führungskräfte bedeutet das:
Digitale Weiterentwicklung ist keine Option mehr, sondern eine berufliche Notwendigkeit.
Unternehmen, die jetzt handeln, gewinnen:
bessere Employer-Branding-Position
attraktivere Ausbildungsplätze
stabilere Teams
schnellere digitale Produktivität
weniger Fehler und Unsicherheiten
5 direkt umsetzbare Schritte
1. Pflichtmodule in der Ausbildung einführen
Beispielsweise:
- KI verstehen
- Fake erkennen
- digitale Sicherheit
- Quellen prüfen
2. Micro-Learning einführen
15 Minuten pro Woche reichen. Ein Thema – eine konkrete Handlung.
3. Digitale Lernnachweise einführen
Kompetenz sichtbar machen
Fortschritt zeigen
4. Ausbilder*innen digital qualifizieren
AEVO braucht heute digitale Ergänzung:
- digitale Didaktik
- Tools
- KI-gestützte Ausbildung
- Zusammenarbeit online
5. Weiterbildungszeiten verbindlich planen
Nicht „wenn Zeit übrig bleibt“, sondern geplant und verankert.
💡 Nutzen für Unternehmen
- höhere Ausbildungsqualität
- produktivere Teams
- bessere Nachwuchsbindung
- weniger digitale Unsicherheit
- weniger Fehler & Risiken
- schnellere Arbeitsprozesse
💬 Mein persönliches Fazit
Wir befinden uns mitten in einem technologischen Wandel – aber das eigentliche Thema ist ein Bildungs- und Kompetenzwandel.
Deutschland verschläft digitale Basiskompetenzen – Österreich zeigt, dass es anders geht.
Wer jetzt ausbildet, hat die Chance, junge Menschen wirklich fit für die Zukunft zu machen – und gleichzeitig die eigene Organisation zu stärken.
Mein Angebot für Arbeitgeber und Ausbildungsverantwortliche
Ich unterstütze Unternehmen dabei, Ausbildung und digitale Kompetenzen zusammenzubringen – praxisnah, verständlich und sofort umsetzbar.
👉 AEVO-Inhouse Schulungen 👉 digitale Ausbildungskompetenz 👉 KI-Kompetenz für Ausbilder 👉 Online-Live-Trainings
➡️ direkt anwendbar ➡️ modern ➡️ praxisorientiert
Mehr Informationen hierzu: https://aevo-ausbilderschein.de/
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Quelle: https://initiatived21.de/publikationen/d21-digital-index/2024-25/digitale-gesellschaft-im-ve
❓ FAQ – Häufige Fragen
1. Was versteht man unter digitalen Basiskompetenzen?
Digitale Basiskompetenzen sind grundlegende Fähigkeiten im sicheren Umgang mit digitalen Medien, Tools, KI, Daten und Informationen. Dazu gehören auch Medienkritik, Datenschutz und digitale Zusammenarbeit.
2. Warum sind digitale Kompetenzen heute Teil der Ausbildung?
Weil digitale Skills inzwischen berufliche Grundvoraussetzung sind – unabhängig von Branche oder Ausbildungsberuf. Sie sichern Beschäftigungsfähigkeit und machen Unternehmen zukunftsfähig.
3. Sind junge Menschen wirklich digital kompetent?
Junge Menschen nutzen digitale Angebote selbstverständlich, verfügen aber häufig nicht über Urteilsfähigkeit, Datenschutzwissen oder Cyber-Awareness. Digital sein heißt nicht digital kompetent sein.
4. Wie können Unternehmen digitale Fähigkeiten bei Azubis fördern?
Durch Micro-Learning, verpflichtende digitale Lerninhalte, praxisnahe Workshops und digitale Weiterbildungsangebote für Ausbildende und Teams.
5. Welche digitalen Kompetenzen fehlen Unternehmen aktuell am meisten?
Besonders fehlen Kompetenzen rund um KI, Quellenbewertung, Sicherheit, digitale Zusammenarbeit, Datenkompetenz und kritisches Denken im digitalen Raum.